A-Gas ist eines der Gründungsmitglieder von Euredia, dem neuen europäischen Verband der Kältemittelhändler und -aufbereiter in Europa.
Eine neue europäische Branchenorganisation nimmt heute ihre Arbeit auf, um die wirksame Umsetzung der EU-Klimagesetzgebung zu unterstützen und die Integrität des europäischen Kältemittelmarktes zu stärken.
Die European Refrigerants Distributors and Reclaimers Association (Euredia) ist der erste paneuropäische Verband, der Distributoren, Abfüller und Aufbereiter von Kältemitteln vertritt.
Euredia bündelt Unternehmen, die sich dafür einsetzen, dass in der EU in Verkehr gebrachte Kältemittel am Ende ihres Lebenszyklus rechtskonform, sicher und verantwortungsvoll zurückgewonnen und verarbeitet werden. Damit leistet der Verband einen Beitrag zu den europäischen Klimazielen, insbesondere durch mehr Regelkonformität, wirksame Durchsetzung und Förderung der Kreislaufwirtschaft.
Die Gründung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Branche: Die EU setzt derzeit die überarbeitete F-Gase-Verordnung um und treibt den schrittweisen Abbau fluorierter Gase voran. Gleichzeitig gefährden illegaler Handel, eine uneinheitliche Durchsetzung sowie Unterschiede in der Umsetzung zwischen den Mitgliedstaaten weiterhin sowohl die Klimaziele als auch faire Wettbewerbsbedingungen im Binnenmarkt.
„Bei Distributoren und Aufbereitern wird die EU-Kältemittelpolitik zur praktischen Realität“, sagte Vorsitzender. „Unsere Mitglieder konzentrieren sich auf die Einhaltung von Vorschriften, die Rückgewinnung und den rechtmäßigen grenzüberschreitenden Verkehr von Kältemitteln über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Euredia wurde gegründet, um dieses praktische Fachwissen direkt in die europäische politische Debatte einzubringen.“
Als einziger europäischer Verband für dieses Segment der Wertschöpfungskette will Euredia EU-Institutionen und nationalen Behörden fundierte Einblicke in die Marktrealität liefern, um praxisnahe, umsetzbare und evidenzbasierte politische Lösungen zu unterstützen.
Der Verband konzentriert seine Arbeit auf drei zentrale Prioritäten:
- Sicherstellung der Einhaltung durch eine ordnungsgemäße Umsetzung und konsequente Durchsetzung der EU-Vorschriften für Kältemittel in allen Mitgliedstaaten
- Stärkung der Marktintegrität durch Bekämpfung des illegalen Handels und die Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen
- Förderung der Kreislaufwirtschaft durch die Unterstützung einer effektiven Rückgewinnung, Aufbereitung und Wiederverwendung von Kältemitteln
Der illegale Handel mit Kältemitteln bleibt eine wachsende Herausforderung für den EU-Markt. Kriminelle Netzwerke nutzen zunehmend Vollzugslücken und regulatorische Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten aus.
Euredia setzt sich daher für stärkere Vollzugskapazitäten, eine bessere Koordinierung von Zoll- und Marktüberwachungsbehörden, eine verbesserte Rückverfolgbarkeit sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten und EU-Institutionen ein.
Auch die Kreislaufwirtschaft ist ein zentrales Anliegen des Verbands. Die Aufbereitung – also die Wiederherstellung gebrauchter Kältemittel auf Neuwarenqualität – spielt eine entscheidende Rolle bei der Emissionsminderung und der Reduzierung des Bedarfs an neu produzierten Gasen. Euredia unterstützt Maßnahmen, die die Aufbereitungskapazitäten stärken, die Rückgewinnungspraktiken verbessern und die Transparenz entlang der zirkulären Wertschöpfungskette erhöhen.
„Europa verfügt über eine der weltweit fortschrittlichsten Kältemittelgesetzgebungen. Entscheidend ist jedoch ihre konsequente Umsetzung und Durchsetzung“, betonte Carmine Marotta, stellvertretender Vorsitzender von Euredia. „Euredia setzt sich für einen transparenten, regelkonformen und zirkulären Kältemittelmarkt ein, der sowohl die Klimaziele als auch fairen Wettbewerb gewährleistet.“
Euredia vertritt zehn Gründungsmitglieder mit Standorten in Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Schweden tätig sind. Zu den Gründungsmitgliedern zählen A-Gas, Beijer Ref, Climalife, Gazechim, General Gas, GRIT, Kontes, Nippon Sanso, Tazzetti und Westfalen.
Der Verband wird den Dialog mit EU-Entscheidungsträgern, nationalen Behörden und Branchenvertretern zur Umsetzung der EU-Klima- und Kältemittelgesetzgebung vorantreiben, insbesondere im Hinblick auf Kreislaufwirtschaft, Marktüberwachung sowie den Übergang zu Kältemitteln mit geringerem Treibhauspotenzial.